Natur des Hundes - rund um den Hund.

Natur des Hundes - rund um den Hund

Der perfekte Hund - da hat jeder Mensch so seine ganz eigenen Vorstellungen. Dementsprechend ist auch die Vielfalt an Hunderassen groß. Den der eine möchte einen Hund, der ihn perfekt bei der Jagd unterstützt, andere wollen doch lieber einen Familienhund, der ein bisschen aufpasst. Und andere wollen einen Hund als treuen Begleiter an ihrer Seite, der keine Aggressionen zeigt und beim Joggen auch mithalten kann.

Wir möchten am liebsten, dass der Hund perfekt funktioniert, und zwar so, wie wir uns das ausgesucht haben. Und bei meinen Menschen soll der Hund das auch können, ohne dass das je mit ihm geübt wurde, Erziehung ist nicht vorgesehen und wird als Tauschgeschäft gegen Leckerlis verstanden. Dann ist die Enttäuschung natürlich groß, wenn der Hund nicht so funktioniert, wie man das selber gerne hätte.

Was sind aber die Bedürfnisse eines Hundes?

Was wir von unserem Hund möchten, das ist meist klar. Wobei es, spätestens wenn ein Hund zu mehr als einem Menschen gehört, höchst unterschiedliche Erwartungshaltungen an ihn geben kann. Herrchen möchte vielleicht, dass er was her macht und auch mal knurrt, aber jagen darf er bitte höchstens dem Ball hinterher. Und Frauchen will auch, dass er mal knurrt, aber eben in anderen Situationen als Herrchen. Und schon haben wir etwas, was den Hund verwirren kann, denn ein Hund brauch nun mal auch klare Ansagen.

Davon abgesehen hat ein Hund auch gleich mehrere Instinkte, die seine Bedürfnisse bestimmten.

Und je nach Hunderasse sind vor allem die Punkte 2, 3 und 4 unterschiedlich stark ausgeprägt. Ein Jagdhund hat nun mal mehr Jagdinstinkte als ein Hütehund, dem das Territorium wichtiger ist. Aber auch wenn beim Hütehund der Jagdinstinkt eher geringer ausfällt, er hat ihn schon. Schließlich hat ihn dieser früher auch am Leben erhalten.

Bedürfnisse erkennen und berücksichtigen

Schon um möglichst harmonisch mit seinem Vierbeiner zusammenzuleben, sollten seine Bedürfnisse unbedingt auch Beachtung finden. Natürlich kann man einige seiner Bedürfnisse auch unterdrücken. Ein Hund, der gerne Jagd, bei dem man es nicht unter Kontrolle bekommt, der bleibt halt an der Leine. So einfach machen wir uns das. Dass das dem Hund nicht guttut, wird dabei missachtet. Oft merken wir es ja auch nicht, denn wie soll unser Hund das auch klar mitteilen?

Schon bei der Hunde-Auswahl sollte man beide Seiten berücksichtigen

Wichtig ist es daher, sich auch bevor ein Hund ins Haus kommt, darüber klar zu werden, welche Bedürfnisse er hat. Selbst bei einem Tierheimhund hat man zuvor die Zeit, sich mit seinen Pflegern zu unterhalten oder ihn zu beobachten. Man erhält zwar eine Wundertüte, aber man kann doch das Ausmaß und die Überraschungen darin versuchen zu verkleinern. Und wer sich einen Rassehund ins Haus holt, hat nicht nur über die Erziehung und Sozialisation in den ersten Monaten und Jahren viele Möglichkeiten, schon bei der Auswahl der zu einem passenden Rasse fängt das an.

Wer zwar gewillt ist, mit seinem Hund spazieren zu gehen, aber nicht unbedingt stundenlang Training absolvieren möchte, sollte sich nicht unbedingt einen sportlichen Hund anschaffen. Wer mitten in der Großstadt wohnt und nur selten in die freie Natur fahren kann, sollte auch überlegen, ob er einen jagdlichen Naturburschen an seiner Seite überhaupt gerecht werden kann. Wichtig ist es, sich über das Wesen einer Hunderasse, den zu erwartenden Charakter gut zu informieren. Es reicht nicht, ein vorgefertigtes Bild bestätigt haben zu wollen. Nur weil Pinscher oder Dackel klein und niedlich aussehen, heißt das nicht, dass sie nicht eine ganz andere Geschichte haben. Zum Beispiel war der Dackel nun mal als Jagdhund gezüchtet worden und der Pinscher ging früher für uns Menschen auf Rattenjagd.

Wie viele Hunderassen gibt es?

Es gibt übrigens 360 anerkannte Hunderassen. Das sind nur die Hunderassen, die vom FCI (Weltdachverband für Hunde) anerkannt sind. Es gibt auch Hunderassen, denen die Anerkennung (noch) fehlt. Bei so vielen verschiedenen Hunderassen muss es doch möglich sein, einen Hund zu finden, der von Größe, Aussehen und eben auch Charakter und Wesen zu einem passt.

Seine eigenen Grenzen kennen - dem Hund zuliebe

Schon dem Hund zuliebe sollte man seine eigenen Grenzen kennen und auch akzeptieren. Es gibt einige Hunderassen, die ich total toll finde. Große Hunderassen vor allem. Aber ich weiß, dass ich nicht die Erfahrung mit Hunden habe und auch gar nicht konsequent genug bin, um einen solchen Hund die richtige Erziehung zu geben. Also tue ich dem Hund und mir das lieber nicht an. Und suche mir eine Hunderasse, die mir vielleicht optisch nicht so gut gefällt und deren Wesen mich nicht ganz so beeindruckt, mit der ich aber eben klar komme. Davon haben beide Seiten was, ich, die nicht ständig an der Grenze zum Nichtmachbaren leben muss und der Hund, der schon so wie er gerne wäre, schon fast perfekt zu mir passt.
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